Quarantine

Wie die menschliche Wahrnehmung von Farben, wird auch unsere zwischenmenschliche und soziale, unsere eigene Wahrnehmung von Reflexionen und Absorptionen gebildet. Kommt es zu einer Unterbrechung oder Irritation, werden alle Verknüpfungen gekappt - wir stehen alleine im Dunkeln.

Quarantine wurde mit einer für industrielle Zwecke entworfenen Wärmebildkamera gefilmt, die die fiktive Wahrnehmung einer erkrankten Person darstellen und sie uns nachfühlen lassen soll. Einsamkeit ist nicht nur die Abwesenheit sozialer Strukturen, sondern vielmehr auch eine Abwesenheit an gegenwärtigen Verweisen zu unserer eigenen Vergangenheit und Erfahrung - eine Abwesenheit in uns selbst.

2020-02-26%2007-57-22.00_00_11_02_edited
still_edited.jpg

Inhalt

Im Mittelpunkt steht eine Person, die an einer seltenen, hoch ansteckenden Krankheit leidet und daher in Quarantäne verweilen muss. Nicht nur isoliert sich diese Person durch die Absenz anderer Menschen, sondern zunehmend auch durch die Symptome ihrer Krankheit: sie nimmt keine Oberflächen in gewohnter Weise mehr wahr, sondern nur ihre Wärme- oder Kältebeschaffenheit. Anfangs noch fasziniert, bricht die neue Wahrnehmung mit den ihr vertrauten Erinnerungen und Gewohnheiten. Die Welt, die sie kannte, verschwindet zunehmend...

Quarantine_Poster_Simon Fluck

Credits

Regie: Simon Fluck

Text: Luisa-Marie Kauzmann

Filmdaten

Titel: Quarantine

Laufzeit: 05:21 min

Sprache: Deutsch

Untertitel: Englisch

Produktionsland: Deutschland